FAQ zur Erdgasumstellung

Sie haben Fragen? Wir haben die Antwort!

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Fragen und Antworten zu der Erdgasumstellung.

Sollten Sie auf Ihre Fragen keine passenden Antworten finden, können Sie unter folgendem Link weiterschauen http://erdgas-umstellung.de/informationen/faq-fragen-antworten-erdgasumstellung/.


FAQ zum Hintergrund

Was ist L-Gas? Was ist H-Gas? Was ist der Unterschied zwischen L-Gas und H-Gas?

Die Erdgasversorgung in Deutschland erfolgt grundsätzlich entweder mit L-Gas oder mit H-Gas. Diese unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und somit ihrem Energiegehalt. Der Energiegehalt wird in aller Regel über den sogenannten Brennwert angegeben, der in Kilowattstunden pro Kubikmeter ausgewiesen wird. In der Bezeichnung steht „L“ dabei für „low“ (niedrig), „H“ steht für „high“ (hoch) - da der Brennwert von H-Gas entsprechend höher ist als der von L-Gas (rund 11,5 kWh/m³ zu 10 kWh/m³). Dabei kann der Brennwert je nach Herkunft und chemischer Zusammensetzung weiter schwanken.
L-Gas wird in den Niederlanden und in Deutschland gefördert, H-Gas in der ganzen Welt. Deutschland bezieht derzeit H-Gas vorwiegend aus Norwegen und Russland.
Aufgrund ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit ergeben sich auch unterschiedliche Anforderungen an technische Geräte, die entsprechend der Erdgasqualität eingestellt werden müssen. Die Abrechnung der verbrauchten Energiemengen erfolgt in kWh, sodass eine gleiche Preisbasis unabhängig von der Erdgasqualität vorhanden ist.

Warum muss eine Anpassung durchgeführt werden?

Die L-Gas-Versorgung wurde bislang durch eigene Produktion in Deutschland sowie Importen aus den Niederlanden sichergestellt. Da davon ausgegangen wird, dass die niederländischen Gasfelder in der näheren Zukunft erschöpft sind, haben die niederländischen Versorger damit begonnen, die Verträge zur Versorgung mit L-Gas nicht mehr zu verlängern. So erfolgt eine schrittweise Reduzierung der Liefermengen bis zum Jahr 2030. Dieser Rückgang kann aber nicht durch innerdeutsche L-Gasförderung ausgeglichen werden. Daher ist eine Umstellung auf H-Gas erforderlich. Dieses wird auch längerfristig noch in ausreichender Menge verfügbar sein und macht den Großteil der weltweiten Erdgasvorkommen aus.
Der genaue Zeitpunkt der Umstellung wird von den Ferngasleitungsnetzbetreibern mehr oder weniger vorgegeben. Damit die Verbrauchsgeräte bei der Nutzung der neuen, höheren Gasqualität keinen Schaden nehmen, müssen diese in einem bestimmten Zeitraum angepasst werden.
Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist der jeweilige Ausspeisenetzbetreiber für die Anpassung der Verbrauchsgeräte zuständig.

Sind wir in der Region die Einzigen, die angepasst werden?

Mit L-Gas aus den Niederlanden werden heute ca. 23% aller deutschen Haushalte und der regionalen Industrie versorgt. Alle diese Haushalte und Industriebetriebe sind von der Umstellung betroffen. Insgesamt sind in der Zeit bis 2030 ca. 6 Mio. Gasverbrauchsgeräte anzupassen. Dies stellt eine große Herausforderung für die Verteilnetzbetreiber dar. Wir verfolgen daher das Ziel, durch eine rechtzeitige Planung und Abstimmung zwischen den betroffenen Verteilnetzbetreibern die Umstellung fristgerecht und im Interesse der Netzkunden kostengünstig umzusetzen. Die Umstellung wird nicht für alle Netzgebiete gleichzeitig, sondern nach einem von den Ferngasleitungsnetzbetreibern (FNB) vereinbarten Plan schrittweise umgesetzt werden. Über Ihren genauen Umstellungstermin werden Sie mit ausreichendem Vorlauf informiert.

Wo in Deutschland befinden sich die L-Gas Versorgungsgebiete?

L-Gas-Versorgungsgebiete befinden sich schwerpunktmäßig in den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und entlang der Rheinschiene bis kurz vor Frankfurt sowie in Teilen Sachsen-Anhalts. Details hierzu finden Sie im Netzentwicklungsplan Gas (NEP Gas). Im restlichen Bundesgebiet erfolgt die Gasversorgung fast ausschließlich mit H-Gas.

Ist H-Gas ausreichend lange vorhanden?

Ein Großteil der weltweiten Gasvorkommen hat die Beschaffenheit von H-Gas. Entsprechend ist auch die Verfügbarkeit von H-Gas für die Versorgung der Verbraucher in Deutschland langfristig sichergestellt. Deutschlands größte Handelspartner beim Bezug von H-Gas sind derzeit Norwegen und Russland. Aktuelle Prognosen gehen von einer technischen Verfügbarkeit von Erdgas für 100-250 Jahre aus. Dabei unterscheiden sich die Zahlen je nach Studie und aufgrund der in der jüngsten Vergangenheit massiv gestiegenen Förderung in den USA.

Wo finde ich die gesetzlichen Regelungen zur Anpassung?

Die gesetzliche Grundlagen sind im Energiewirtschaftsgesetz (§ 19a) festgeschrieben. Weitere Informationen finden sich in der Kooperationsvereinbarung Gas, der Gasnetzzugangsverordnung und auf den Internetseiten der Verbände BDEW und DVGW sowie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.

Warum kann das H-Gas nicht einfach zentral konvertiert werden, um den Aufwand der Anpassung aller Geräte zu vermeiden?

Eine zentrale Konvertierung des H-Gases in L-Gas für das gesamte Versorgungsgebiet ist technisch machbar, aber wirtschaftlich nicht sinnvoll. Langfristig würde eine solche Konvertierung die Gaskunden deutlich stärker belasten als eine einmalige Umstellung der Verbrauchseinrichtung. Aus diesem Grund hat sich die Bundesregierung/haben sich die Netzbetreiber für diese Variante entschieden.


FAQ zu den Geräten

Warum muss mein Gerät angepasst werden?

Die große Mehrheit aller Gasverbrauchsgeräte ist aus technischen Gründen für die jeweilige Gasart, die Sie bisher beziehen, eingestellt. Nur so ist ein sicherer und effizienter Betrieb zu gewährleisten. Bei einer Änderung der bezogenen Gasart muss entsprechend auch das Gasverbrauchsgerät angepasst werden. Ansonsten kann es von einer Beschädigung oder Zerstörung des Gasverbrauchsgerätes bis hin zu einer Gefährdung des Betriebsortes oder des Betreibers kommen. Natürlich gibt es auch Gasverbrauchsgeräte, die für den Betrieb mit L-Gas und H-Gas geeignet sind – etwas adaptive Gasthermen, welche sich selbstständig anpassen. Diese stellen jedoch eine Ausnahme dar. Sollte sich in Ihrem Haushalt ein solches Gasverbrauchsgerät befinden, so wird das von uns beauftragte Fachunternehmen dies bei der (in jedem Fall notwendigen) Erhebung feststellen und Sie entsprechend informieren.

Welche Geräte in meinem Haushalt sind betroffen?

Es sind grundsätzlich alle Gasverbrauchsgeräte, die mit Gas betrieben werden, betroffen. In den meisten Haushalten handelt es sich hierbei um Gasthermen und Gasherde. Die Identifikation aller vorhandenen Gasverbrauchsgeräte übernimmt das mit der Erhebung beauftragte Fachunternehmen. Die Beurteilung der notwendigen Anpassungsmaßnahmen wird ebenfalls durch die von der StadtWerkegruppe Delmenhorst beauftragten Fachfirmen vorgenommen.

Muss jedes Gerät angepasst werden?

Die große Mehrheit aller Gasverbrauchsgeräte ist aus technischen Gründen für die jeweilige Gasart, die Sie bisher beziehen, eingestellt. Nur so ist ein sicherer und effizienter Betrieb zu gewährleisten. Bei einer Änderung der bezogenen Gasart muss entsprechend auch das Gerät angepasst werden. Ansonsten kann es von einer Beschädigung oder Zerstörung des Gasverbrauchsgerätes bis hin zu einer Gefährdung des Betriebsortes oder des Betreibers kommen. Natürlich gibt es auch Gasverbrauchsgeräte, die für den Betrieb mit L-Gas und H-Gas geeignet sind – etwa adaptive Gasthermen, welche sich selbstständig anpassen. Diese stellen jedoch eine Ausnahme dar. Sollte sich in Ihrem Haushalt ein solches Gasverbrauchsgerät befinden, so wird das beauftragte Fachunternehmen dies bei der (in jedem Fall notwendigen) Erhebung feststellen und Sie entsprechend informieren.

Kann jedes Gerät angepasst werden?

In den meisten Fällen ist eine Anpassung möglich. Nur in sehr wenigen Ausnahmefällen ist eine Anpassung nicht möglich. Diese Beurteilung nehmen die beauftragten Fachfirmen auf der Basis der relevanten technischen Regeln vor. In Fällen, in denen eine Anpassung nicht möglich ist, werden Sie gesondert informiert und das weitere Vorgehen mit Ihnen abgestimmt. Grundsätzlich ist dies etwa bei extrem alten Gasverbrauchsgeräten möglich.

Ich fahre ein Erdgasauto. Was muss ich tun?

In diesem Fall müssen sie in der Regel nicht aktiv werden. Die Lambda-Sonde Ihres Gasmotors erkennt die Gasart anhand der Abgase und stellt die Verbrennung entsprechend richtig ein. Sie können, wie bisher, an jeder Gastankstelle tanken. Nur sehr alte Erdgasfahrzeuge verfügen noch nicht über eine automatische Einstellung.

Verändert sich der Wirkungsgrad meines Gerätes durch das neue Gas?

Nach der Anpassung ist der Wirkungsgrad der gleiche wie vorher.
Während der Umstellung der Gasarten kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen. Dieser Effekt ist temporär. Es ist beispielsweise möglich, dass der Warmwasserdruck leicht abnimmt, sofern das Gerät bereits auf das energiereichere Erdgas eingestellt ist, da künftig eine geringere Gasmenge für die gleiche Erwärmung benötigt wird.

Kann ich mich weigern, mein Gerät anpassen zu lassen?

Nein. Geräte, die auf Wunsch des Betreibers nicht angepasst werden, müssen durch den Netzbetreiber vom Netz getrennt werden, da aus einem Weiterbetrieb mit falschen Einstellungen Gefahren von einer Beschädigung oder Zerstörung des Gasverbrauchsgerätes bis hin zu einer Gefährdung des Betriebsortes oder des Betreibers entstehen können.

Mein Gerät hat Mängel. Was geschieht jetzt?

Mängel sind grundsätzlich vom Anlagenbetreiber zu beseitigen. Die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Gebrauch Ihres Gasverbrauchsgerätes liegt ebenfalls beim Betreiber. Sollten die beauftragten Fachfirmen Mängel feststellen, werden diese auf Kosten des Betreibers durch Ihren Hausinstallateur beseitigt. Sie müssen die Beseitigung anschließend der Fachfirma melden. Falls ein Mangel vorliegt, hinterlässt die Fachfirma bei Ihnen einen sog. Mängelschein, der diesen beschreibt. Die Beseitigung ist für einen sicheren Betrieb erforderlich und dient Ihrer eigenen Sicherheit. Eine Mängelbeseitigung muss auch unabhängig von der Erdgasumstellung erfolgen.

Was muss ich tun, wenn mein Gerät nicht angepasst werden kann?

Im Nachgang der durchgeführten Erhebung erhalten Sie eine Mitteilung, falls Ihr Gasverbrauchsgerät tatsächlich nicht anpassungsfähig ist. Die Beauftragung für einen eventuellen Geräteaustausch nehmen Sie als Anlagenbetreiber selbst vor.

Was bedeuten die Kennzeichnungen auf meinem Gasverbrauchsgerät?

Es handelt sich hierbei um Kennzeichnungen, die von der Erhebungs- oder Anpassungsfirma angebracht werden. Die Kennzeichnung gibt Aufschluss über die am Gerät vorgenommenen Messungen oder Einstellungen. Damit sind andere Personen, die später an Ihrem Gerät arbeiten oder messen (z. B. der Schornsteinfeger, Ihr Installateur oder die Anpassungsfirma), sofort über den Einstellungszustand Ihres Gerätes informiert. Die Kennzeichnung ist vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) vorgegeben.

Muss ich nach der Anpassung die Regelung meiner Heizung neu programmieren?

Nein. Nach der Anpassung wird Ihr Gerät genauso laufen wie vor der Anpassung. Alle Änderungen am Gerät werden durch die Anpassungsfirmen vorgenommen.

Was bedeutet „Erhebung“ der Geräte? Was passiert dabei? 

Bei der Erhebung werden alle relevanten Eigenschaften Ihrer Gasverbrauchsgeräte erfasst, um die spätere Anpassung optimal planen und vorbereiten zu können. Im Rahmen der Erhebung wird die Funktion Ihres Gasverbrauchsgerätes in keiner Weise eingeschränkt.

Wie lange dauert die Erhebung?

Eine Erhebung dauert in der Regel nicht länger als 45 Minuten.


FAQ zum Ablauf

Wie wird eine Geräteanpassung auf H-Gas technisch durchgeführt?

In den meisten Fällen wird eine Düse im Gerät ausgetauscht und danach eine Einstellung des Brenners vorgenommen.

Weiß mein Installateur über die Erdgasumstellung Bescheid?

Alle Installateure, die bei der StadtWerkegruppe Delmenhorst als Vertragsinstallateur gelistet sind, werden von uns laufend informiert und können Ihnen technische Fragen gerne erklären. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass für alle Standardfälle kein Eingreifen von Ihrer Seite notwendig ist.

Weiß der Schornsteinfeger über die Erdgasumstellung Bescheid?

Alle Schornsteinfeger, die im Netzgebiet bekannt sind, werden kontinuierlich informiert.

Wer haftet, wenn das Gerät Probleme macht?

Die Haftung ist von der Fehlerursache abhängig. Diese wird nach Möglichkeit direkt vor Ort festgestellt.

Kann auch mein Zählerstand abgelesen werden und danach abgerechnet werden?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit vor und nach der Umstellung eine Ablesung vorzunehmen. Die individuelle Umsetzung hängt vom jeweiligen Netzbetreiber ab.

Wie läuft eine Geräteanpassung ab?

Die Anpassung erfolgt je nach Gerätetyp zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichem Aufwand. Der Aufwand der Anpassung ist abhängig vom Gerätetyp. Die Art des Gerätes hat z. B. auch Einfluss auf die Anzahl der zu wechselnden Düsen und der einzustellenden Regelarmaturen.

Wer kümmert sich um die Anpassung?

Es ist die Aufgabe des Netzbetreibers, die Anpassung zu veranlassen. Dazu werden in der Regel Fachfirmen beauftragt, die in diesem Bereich die entsprechenden Erfahrungen haben und für die Anpassung zugelassen sind. In Einzelfällen werden die Netzbetreiber auch selbst tätig.

Woran kann ich die legitimierten Personen erkennen?

Bitte lassen Sie zu den durch uns angekündigten Terminen nur Personen mit einem entsprechenden Lichtbildausweis sowie einer korrekten PIN-Nummer in Ihren Haushalt. Die PIN-Nummer werden wir Ihnen vorab mit der schriftlichen Terminankündigung mitteilen. Bei Zweifeln rufen Sie gerne unser Erdgasbüro unter 04221 1276-22 19 an. Sollte eine Person versuchen, sich zu Ihrem Haus/Wohnung Zugang zu verschaffen, ohne die Ihnen im Vorfeld mitgeteilten Kriterien zu erfüllen, sollten Sie den Zutritt verweigern und uns sofort unter oben genannter Telefonnummer und/oder die Polizei kontaktieren.

Wird der Besuch der ausführenden Personen angekündigt?

Die Besuche zur Erhebung und Anpassung sowie der eventuelle Besuch zur Qualitätskontrolle werden Ihnen in jedem Fall mit einem Vorlauf von bis zu drei Wochen vorher schriftlich angekündigt. Bitte gewähren Sie für die Erdgasumstellung nur Personen, die sich entsprechend ausweisen können, zu den vorher angekündigten Terminen Eintritt. Im Zweifel wenden Sie sich immer an das für Sie eingerichtete Erdgasbüro. Die Kontaktdaten finden Sie im rechten Bereich auf dieser Internetseite.

Kann ich den Termin ändern?

Ja. Soweit erforderlich können Sie den Termin ändern. Sie können telefonisch einen neuen Termin vereinbaren. Die Kontaktdaten finden Sie im rechten Bereich auf dieser Internetseite.

Kann die Anpassung auch morgens früh oder abends spät vorgenommen werden?

Bitte rufen Sie dazu unser Erdgasbüro an. Man wird dort versuchen, soweit möglich, auf Ihre Wünsche einzugehen. Die Kontaktdaten finden Sie im rechten Bereich auf dieser Internetseite.

Kommen die Fachpersonen einmal oder mehrmals?

Insgesamt sind in der Regel zwei Besuche erforderlich. Der Erste erfolgt zur Erhebung, in deren Rahmen alle in Ihrem Haushalt betriebenen Gasverbrauchsgeräte registriert werden. Im Zweiten erfolgt dann die Anpassung, bei der die Geräte auf die zukünftige Gasart umgerüstet werden. In einzelnen Fällen kann eine Nachkontrolle einzelner Geräte einen dritten Besuch bei Ihnen erforderlich machen. Diese Qualitätskontrolle dient der Überprüfung aller durchgeführten Arbeiten.

Ich möchte, dass der Hersteller / mein Installateur / meine Wartungsfirma die Anpassung macht. Geht das?

Dies ist davon abhängig, ob die von Ihnen bevorzugte Person oder Firma technisch in ausreichender Weise für die Anpassung geeignet ist. Darüber hinaus muss eine Rückmeldung an das vom Netzbetreiber beauftragte Unternehmen erfolgen, damit dieser nachvollziehen und sicherstellen kann, dass tatsächlich alle vorgesehenen Geräte in seinem Netzgebiet angepasst wurden. In der Regel müssten diese Kosten von Ihnen selbst getragen werden. Grundsätzlich ist zu empfehlen, die Umstellung durch das beauftragte Fachunternehmen durchführen zu lassen.

Kann der Anpasser auch gleich eine Wartung an meinem Gerät durchführen?

Es ist den beauftragten Anpassungsunternehmen untersagt, Ihnen weitere Dienstleistungen anzubieten, da andernfalls ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern, beispielsweise dem lokalen Handwerk in Ihrer Region, bestehen würde.

Wie lange dauert die Anpassung?

Normalerweise dauert eine Anpassung weniger als eine Stunde pro Gerät. In Abhängigkeit vom jeweiligen Gerätetyp kann es in Ausnahmefällen zu längeren Anpassungsdauern kommen.

Muss meine Heizung während der Anpassung abgeschaltet werden?

Grundsätzlich muss das Gerät für den Zeitraum der Anpassung außer Betrieb genommen werden. Nach der Anpassung wird das Gerät sofort wieder in Betrieb gesetzt. Der ordnungsgemäße Betrieb wird durch eine im Anschluss durchzuführende Abgasmessung dokumentiert. Die Dauer der Abschaltung hängt vom Gerätetyp ab und sollte nur im Einzelfall 60 Minuten überschreiten. 


FAQ Kosten / Rechtliches

Wer übernimmt die Kosten?

Gemäß § 19a Energiewirtschaftsgesetz sind die Ausspeisenetzbetreiber, also wir als StadtWerkegruppe Delmenhorst, zur Organisation und zur Kostenübernahme der Umstellung verpflichtet. Die durch die Umstellung von L-Gas auf H-Gas anfallenden Kosten werden entsprechend den Vorgaben aus § 19a EnWG auf bundesweit alle Netze umgelegt. Die Netzentgelte erhöhen sich dabei um den jedes Jahr festzulegenden Umlagebetrag für alle Gasverbraucher.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Soweit Ihr Gerät anpassungsfähig und mit keinem Mangel behaftet ist, entstehen für Sie keine unmittelbaren Kosten. Die Kosten für sowohl Erhebung, Anpassung als auch alle weiteren Maßnahmen werden durch den Netzbetreiber getragen. Die durch die Umstellung von L-Gas auf H-Gas anfallenden Kosten werden entsprechend den Vorgaben aus § 19a EnWG bundesweit auf alle Gasnetze umgelegt und sind somit in den Netzentgelten enthalten. Dabei beträgt die Umlage 2017 0,1339 €/kWh/h/a – zum Vergleich liegt die bundesweite Biogasumlage bei 0,60 €/kWh/h/a.

Wer achtet darauf, dass die Kosten nicht zu hoch werden?

Die entstandenen Kosten für die Umstellung müssen den zuständigen Regulierungsbehörden von den Verteilnetzbetreibern nachgewiesen werden. Regulierungsbehörden sind je nach Größe des Netzbetreibers entweder die Landesregulierungskammern oder die Bundesnetzagentur. Die Regulierungsbehörden haben das Recht, unangemessene oder nicht zugehörige Kosten abzulehnen. Diese dürfen somit nicht in die vom Kunden zu entrichtenden Netzentgelte umgelegt werden.

Wie wird in der Übergangsphase abgerechnet?

Als Grundlage der Abrechnung gilt immer der jeweilige gelieferte Brennwert des Gases. Liegt die Änderung zwischen zwei Ablesungen, wird mit einer sachgerechten Methode ein Abrechnungswert ermittelt.

Wird das "neue" Gas teurer?

Ihr Energiebezug wird in der Regel nicht teurer, da in kWh abgerechnet wird. Da das "neue" Gas einen höheren Brennwert aufweist, werden mit weniger Volumen mehr kWh geliefert. Sie werden also weniger m³ auf Ihrem Gaszähler ablesen. Die in kWh abgerechneten Verbrauchsmengen werden sich nicht signifikant ändern.

Werden Daten über mich erhoben?

Es werden ausschließlich die erforderlichen Daten erhoben, die nötig sind, um sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen und die Erdgasumstellung durchzuführen. Darüber hinaus werden nur die technischen Gerätedaten ermittelt, welche für eine sachgemäße Umstellung erforderlich sind.

Werden die Daten gespeichert?

Die Daten werden nur so lange gespeichert, wie es die gesetzlichen Vorschriften vorschreiben (z. B. Vorschriften im Steuerrecht oder zur Gewährleistung).

Werden die Daten für andere Zwecke als die Anpassung genutzt?

Sofern Sie keine individuelle entsprechende Einwilligung erteilen, ist es sowohl dem Netzbetreiber als auch den beauftragten Firmen grundsätzlich untersagt, die ermittelten Daten zu anderen Zwecken als der ursprünglichen Beauftragung zu nutzen.


FAQ zum Service

Was muss ich tun, wenn mein Gerät nach einem Besuch ausfällt/nicht ordnungsgemäß läuft?

In diesem unwahrscheinlichen Fall wenden Sie sich bitte umgehend an das Erdgasbüro. Die Kontaktdaten finden Sie im rechten Bereich auf dieser Internetseite.

Ich habe eine Beschwerde. An wen wende ich mich?

Bitte wenden Sie sich an unser Erdgasbüro. Dort wird man den Vorgang aufnehmen und Ihnen schnellstmöglich weiterhelfen.

Ich habe eine gewerbliche Gasanwendung (Hotelküche, Back- oder Pizzaofen, Hellstrahler, Dunkelstrahler etc.). An wen muss ich mich wenden?

Grundsätzlich werden auch diese Geräte ganz normal erhoben. Soweit die Anpassungsfirma die nachfolgende Anpassung nicht leisten kann, wird in Absprache mit Ihnen ein geeigneter Dienstleister ausgewählt. Bei der Suche nach einer geeigneten Servicefirma ist die jeweils eingerichtete Projektleitung gerne behilflich. Die entstehenden Kosten werden von der StadtWerkegruppe Delmenhorst als Netzbetreiber übernommen.

 

Kontakt

Ihr persönlicher Ansprechpartner im Erdgasbüro
Michael Szymanski
Energie Mess- und Servicedienste GmbH (Enermess) 

Telefon:
04221 1276 - 22 19

E-Mail:
erdgasumstellung@stadtwerkegruppe-del.de

Kontakt

Ihr persönlicher Ansprechpartner im Erdgasbüro
Michael Szymanski
Energie Mess- und Servicedienste GmbH (Enermess) 

Telefon:
04221 1276 - 22 19

E-Mail:
erdgasumstellung@stadtwerkegruppe-del.de