Entwicklung der Abwasserreinigung in Delmenhorst

Luftbild der Delmenhorster Kläranlage aus dem Jahr 2011

 

 

1935Aufstellung eines Schmutzwasserkanalisationsentwurfes und einer Kanalisationssatzung
1936Inbetriebnahme des ersten Abwasserpumpwerkes (PW Am Fuhrenkamp) mit einer ca. 8.500 Meter langen Abwasserdruckrohrleitung DN 375 zur Weser – vorwiegend zur Entsorgung der Kasernen an der Wildeshauser Straße. Das Abwasser wird im Pumpwerk nur mittels Rechen von Grobstoffen befreit.
1945Neben dem Abwasserpumpwerk Am Fuhrenkamp und der Druckrohrleitung zur Weser sind ca. 23.000 Meter Schmutzwasserkanäle und ca. 31.000 Meter Niederschlagswasserkanäle im Delmenhorster Stadtgebiet in Betrieb.
1956Inbetriebnahme einer neuen Schmutzwasserdruckrohrleitung DN 600 vom Pumpwerk Am Fuhrenkamp zur Weser.
1960Inbetriebnahme des Schmutzwasserpumpwerkes „Nord“ der Kläranlage einschließlich Rechenanlage und Anschluss an die Schmutzwasserdruckrohrleitung zur Weser.
1964Inbetriebnahme des 1.sten Bauabschnittes der mechanischen Reinigungsstufe bestehend aus belüftetem Sandfang, Absetzbecken, Schlammfaulbehälter und Betriebsgebäude (Anschlussleistung ca. 70.000 EGW).
1965Fertigstellung der ersten Baustufe für 100.000 EGW.
1971Beginn der Planungen und Bauleistung für die Erweiterung der mechanischen Reinigungsstufe und der Faulung auf ca. 170.000 EGW.
1974Inbetriebnahme des 2.ten Bauabschnittes der mechanischen Reinigungsstufe mit der Anschlussleistung 170.000 EGW.
1975Beginn der Planung für die Erweiterung der Kläranlage um die biologische Reinigungsstufe, die Flotation, die Faulgasnutzung und Pasteurisierung.
1979

Inbetriebnahme des 3.ten Bauabschnittes, der biologischen Reinigungsstufe bestehend aus den Belebtschlamm- und Nachklärbecken und dem Schnecken-(Zwischen)pumpwerk sowie den Anlagen für die Schlammpasteurisierung und –eindickung für die landwirtschaftliche Faulschlammverwertung.

Erhöhung der Anschlussleistung auf 300.000 EGW bedingt durch den Anschluss des Schlachthofes. Damalig nur Kohlenstoffabbau Stand der Technik. Nach Schließung des Schlachthofes wurde entsprechend ein Nachklärbecken außer Betrieb genommen.

Fertigstelllung eines neuen Betriebsgebäudes mit verbesserten Sozialräumen.

1980Inbetriebnahme des ersten BHKWs zur Eigenstromerzeugung mit Abwärmeverwertung aus Faul-(Bio)gas, Fabrikat MWM.
1982Beginn der Bauarbeiten für eine ca. 4.500 Meter lange Schmutzwasserdruckrohrleitung DN 700 zur Ochtum zur Entlastung der Weser-Leitung, um das gereinigte Abwasser auch bei Niederschlagsspitzen sicher abführen zu können.
1984Inbetriebnahme der Schmutzwasserdruckrohrleitung zur Ochtum.
1987Inbetriebnahme des Hauptpumpwerkes Weser, das das gereinigte Abwasser zur Weser fördert (bis zu 1.000m3/h).
1988

Beginn der Bauarbeiten für den 4.ten Bauabschnitt, das neue Gesamteinlaufbauwerk zur Aufnahme der Feinsiebrechen-, der Fäkalschlammannahme-, der Sandfang- und der Faulschlammentwässerungsanlage. Außerdem gehören zur Gesamtbaumaßnahme ein 800 m3 Faulschlammspeicher, ein zentrales Schlammpumpwerk, ein Kanalräumgutlager, der Umbau und die Modernisierung der Vorklärbecken und die Immissionsschutzeinrichtungen.    

Ca. 230.000 Meter Schmutzwasser- und 227.000 Meter Niederschlagswasserkanal sowie 16 Schmutz- und 6 Niederschlagswasserpumpwerke sind im Delmenhorster Stadtgebiet in Betrieb.
Das gesamte Schmutzwassernetz der Gemeinde Ganderkesee einschl. der Ortschaften Bookholzberg und Schierbrok wird angeschlossen.
1989Inbetriebnahme des zweiten BHKWs und einer Abgasreinigung.
1990Inbetriebnahme des 4.ten Bauabschnittes, dem neuen Gesamteinlaufbauwerk einschließlich der Feinsiebrechenanlage mit Rechengutpresse, der Fäkalschlammannahmestation, der belüftete Sandfang und die Faulschlammentwässerungsanlage. Außerdem gehören zur Gesamtbaumaßnahme ein 800 m3 Faulschlammspeicher, ein zentrales Schlammpumpwerk, ein Kanalräumgutlager, der Umbau und die Modernisierung der Vorklärbecken, die biologische Abluftbehandlung sowie die Eisensalzlösestation für die Phosphatelimination und die Immissionsschutzeinrichtungen.
1992Inbetriebnahme der 3.-ten Reinigungsstufe mit Stickstoffabbau und biologischer Phosphatelimination.
1994Die zulaufende Abwassermenge liegt bereits bei 6.300.000 m3 im Jahr. Inbetriebnahme der Windkraftanlagen „Winnie“ und „Klärchen“, um die Eigenstromversorgungsquote der Kläranlage noch weiter zu optimieren.
1997

Einbau eines neuen Schachtes zur Verbesserung des Belebungsablaufs zum Nachklärbecken 1.

Einbau der Verbindungsschieber zwischen den Belebungsbecken 2 und 3 sowie 4 und 5
1998Optimierung der Belebungsanlage - Verfahrensumstellung von simultan auf alternierende Nitrifikation
2003

Inbetriebnahme des Schieberschachtbauwerkes zwischen den Druckrohrleitungen zur Weser und zur Ochtum (so genanntes Verbindungsbauwerk).

 Beginn eines Probebetriebes zur Zentratwasserbewirtschaftung.
2004

Übernahme der gesamten Entwässerungsanlagen der Stadt Delmenhorst durch die Stadtwerke Delmenhorst GmbH einschl. Überleitung des Personals.

Neubau eines BHKWs mit einer Leistung von 535 kW elektrisch und 537 kW thermisch. Beide vorhandenen BHKWs (280 und 340 kW) wurden demontiert. Umsetzung und Erneuerung der Gasfackel.
2007Einbau zweier Rechengutwäscher der Firma Huber zur Verringerung des anfallenden Rechengutes
2007/2008Betonsanierung der Belebungsbecken in der Wasserwechselzone
2007-2009Sanierung der Druckrohrleitungen zur Ochtum und Weser
2008Optimierung der Faulgasproduktion durch Installation eines Schraubenschauflers im Faulturm 2.
Umrüstung des Zwischenpumpwerkes von Schneckenförderung auf Kreiselpumpen.
2009Sanierung der Räumerlaufbahn des Ausgleichsbeckens
2010

Bau einer Schlammvorwärmung zur besseren Ausnutzung der Abwärme des BHKWs

Anschaffung und Installation eines Notstromaggregats

2012Erneuerung der Online Messung Belebungsbecken und Ablauf Kläranlage
2013

Aufstellung eines Kalksilos zum optimierten Betrieb der Belebungsstufe hinsichtlich des Kalk – Kohlensäuregleichgewichts.   

Sanierung der Sozial- und Sanitärräume für das Betriebspersonal

2015

Sanierung des Gasspeichers

Beginn der Planungen für den zukunftsorientierten Ausbau der Kläranlage
Ca. 283.000 Meter Schmutz- und 281.000 Meter Niederschlagswasserkanal, 42.000 Meter Schmutz- und 2.600 Meter Niederschlagswasserdruckrohrleitungen, 36 Schmutz- und 21 Niederschlagswasserpumpwerke sowie 20 Regenrückhaltebecken sind im Stadtgebiet Delmenhorst in Betrieb.

Einbau eines Aktivkohlefilters und Katalysators zur Formaldehydreduzierung im Abgas des BHKWs

2016

Neubau einer Überschussschlammeindickung

Beginn der Umrüstung der Belüftung in der Belebungsstufe von Oberflächen- auf Druckbelüftung
Bau-, elektro-, und maschinentechnische Sanierung des Nachklärbeckens II

 

 

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